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15.05.2013 Institut für Mehrphasenprozesse an der Leibniz Universität Hannover neuestes Mitglied der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken e.V.

Im Vorstandsbeschluss der GDK vom 10. Januar 2013 wurde das Institut für Mehrphasenprozesse am Leibniz Universität Hannover als neues Mitglied in die GDK aufgenommen. Herr Prof. Fuhr begrüßt Frau Prof. Dr. B. Glasmacher und Frau Dr. N. Hofmann und freut sich auf den Kompetenzzuwachs im Bereich der Biothermodynamik. Das Institut für Mehrphasenprozesse beschäftigt sich innerhalb der Arbeitsgruppe Biothermodynamik mit der Untersuchung biothermodynamischer Prozesse, die der Kryokonservierung biologischer Proben sowie der therapeutischen Kälteanwendung zugrunde liegen. Dabei wurden bereits Kryokonservierungsstrategien für Stammzellen, Gewebe und Produkte aus dem Tissue Engineering (TEPs) entwickelt. Gleichzeitig finden biologische Temperatur-Transport-Mechanismen, die Verteilung von Kryoprotektiva in 3D-Konstrukte (via CT) sowie Veränderungen in Proteinen und Membranen Beachtung. Hierbei werden auch innovative Gefrierschutzstrategien wie z.B. die Aktivierung zelleigener Stressschutzmechanismen (Heat Shock Proteine (HSPs), Anti Freeze Proteine (AFPs) oder der Einsatz kompatibler Solute geprüft. Sowohl für die Erarbeitung optimierter Protokolle, aber insbesondere auch für die Aufdeckung durch Konservierungsverhältnisse bedingter Veränderungen auf subzelluläre Strukturen ist der Einsatz reprozierbarer Prozessparameter unerlässlich, wie sie von derzeit kommerziell erhältlichen Gefrierautomaten nicht bereitgestellt werden. Eine realisierbar systematische Analyse verschiedenster Prozessparameter ist durch die Entwicklung eines Probentemperatur-gesteuerten Gefriergerätes für kleinste Probenvolumina (μ-Freezer) im Institut für Mehrphasenprozesse möglich geworden. Durch die standardisierte Gefrierblockgeometrie im Mikrotiterplattenformat (96-well Platte) lassen sich in kürzerer Zeit mehrere parallele Versuchsansätze eines systematischen Testsystems unter kontrollierten Bedingungen untersuchen und auswerten. Ergebnisse aus diesen Forschungsansätzen wurden bereits auf dem Symposium der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken in Heidelberg (2010) vorgestellt. Die Arbeitsgruppe Biothermodynamik hat darüber hinaus Erfahrung in Herstellung und Kryokonservierung von Alginat Beads, die zur immunologischen Protektion von allogenen Zellen bei Transplantation genutzt werden können. Zur Lagerung der Proben stehen eine -152°C Kühltruhe sowie LN2-Tanks zur Verfügung.